Instructor Leitfaden

Leitfaden zur Eröffnung und Leitung einer WingChun Gruppe der IAW

Wer eine WingChun Gruppe oder später eine WingChun Akademie leiten möchte, sollte einige Punkte beachten und vor allem seine eigene Weiterbildung als Schüler/in des WingChun nicht aus den Augen zu verlieren.

Allgemeine Voraussetzungen

Zum Eröffnen einer WingChun Gruppe ist der 6. Schülergrad vorausgesetzt. Die Berufsausbildung zum ’Assistant Instructor’ sollte abgeschlossenen sein. Diesen Status kann man in etwa 15-18 Monten, nach Anmeldung bei der IAW, bereits erreichen. 
 
Vorbereitungen

Der gewünschte Ort wird direkt mit dem Leiter der IAW, bei einem persönlichen Meeting abgesprochen. Danach macht man sich auf die Suche nach einem geeigneten Raum. Sobald die Räumlichkeit gemietet ist, gibt man den offiziellen Starttermin bekannt und es kann losgehen. Benötigt wird, noch vor dem offiziellen Start, die vorgegebene IAW Webadresse, eine Homepage und eine IAW Mailadresse. Diese Adressen beinhalten immer die Buchstaben iaw- und die jeweilige Stadt (www.iaw-stadt.com / info@iaw-stadt.com).

Kosten

Es kommen keine besonderen Kosten auf den Schüler, der auch als Lehrer/in fungiert, zu. Die Kosten sind im Allgemeinen, wie bei allen anderen Schülern auch, die regulären monatlichen Unterrichtsgebühren beim eigenen Lehrer, dem Tutor (etwa €60), für Schüler der Oberstufe die Spezialklasse (etwa €20) und für Praktiker- und Technikergrade die Technikerklasse (etwa €20). Die generellen Ausbildungskosten betragen demnach etwa €100 im Monat. Mit einer monatlichen Privatstunde (etwa €50), welche ich dem Leiter / der Leiterin einer Ausbildungsstätte empfehlen würde, kommt man auf etwa €150 im Monat für seine eigene Weiterbildung. Was hinzu kommt sind die einmaligen Gebühren für die jeweilige Ausbildungsstufe (AD, IDI, oder IDII) und natürlich wie bei allen Schülern der IAW die Seminare / Events, welche man gerade als Leiter/in einer Ausbildungsstätte zur Weiterbildung nutzen sollte.
 
Titel und Tradition

Assistenten und Leiter einer WingChun Ausbildungsstätte können, nach einer entsprechenden Probezeit, vom Großmeister zum Sihing ernannt werden. Assistentinnen sowie Leiterinnen einer WingChun Ausbildungsstätte können zur Sije ernannt werden. Diese Titel (übersetzt Lehrer/Lehrerin) sollten auch offiziell verwendet werden. Schüler sprechen ihren Ausbilder / ihre Ausbilderin nach der Ernennung mit dem Titel an.

Eigene Weiterbildung

Ob Schülergrad oder Technikergrad, die eigene Weiterbildung muss, gerade in einer Vorbildfunktion wie der eines Ausbilders, gut geplant sein. Wer eine weitere Graduierung anstrebt, der nimmt nach wie vor am Abendunterricht und den regelmäßig angebotenen Klassen teil. Zur Berufsausbildung wird nur zugelassen wer regelmäßig den Unterricht und die entsprechenden Klassen besucht. Die Berufsausbildung soll als Ergänzung zum regulären Unterricht verstanden werden, sie ersetzt diesen keineswegs. Wer die Berufsausbildung abgeschlossen hat, der besucht die Klassen der Berufsausbildung zur Weiterbildung, mindestens jedoch einmal pro Jahr. Die Teilnahme an der Ausbildung zum ’Instructor Degree II’ setzt eine lückenlose Weiterbildung voraus. Dazu gehören Abendunterricht (respektive Privatunterricht), Klassen, Seminare. 

Anmerkung

Wer es als Leiter/in einer Ausbildungsstätte nur einmal in der Woche oder gar nicht schafft regelmäßig am Abendunterricht teilzunehmen, der kann dies natürlich auch im Privatunterricht nachholen. Allerdings muss er oder sie das in diesem Fall direkt mit dem Tutor (dem verantwortlichen Lehrer) besprechen und mit höherem, finanziellem Aufwand rechnen. 

 

Dai Sifu Klaus Brand
International Academy of WingChun